„Nachgefragt: Frankfurt und der NS."
Die Ausstellung des Jungen Museums richtete sich an Familien mit Kindern, um diese altersgerecht an das Thema Nationalsozialismus heranzuführen.
Die Ausstellung des Jungen Museums des Historischen Museums Frankfurt am Main (09. Dezember 2021 – 04. Februar 2024) richtete sich an Familien mit Kindern, um diese altersgerecht an das Thema Nationalsozialismus heranzuführen. Im Auftrag des Jungen Museums sichtete ich audiovisuelle Quellen, Fotografien und Dokumente von Menschen, die ihre Kindheit und Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus in Frankfurt am Main verbracht hatten. Darunter waren sowohl Kinder, die als Juden oder als Teil einer Subkultur verfolgt wurden, als auch solche, die in der Hitlerjugend waren. Dazu recherchierte ich in den Datenbanken der Arolsen Archives, der Wiener Library sowie im Fritz Bauer Institut, im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte und beim Hessischen Rundfunk.
Kernstück meiner Arbeit war es, Zeitzeugeninterviews nach Kategorien wie Familie, Schule und Freizeit auszuwerten, um die Lebenswelt von Kindern im Nationalsozialismus zu rekonstruieren. Meine Ergebnisse flossen auch in den pädagogischen Leitfaden zur Ausstellung ein, der Informationen für Erwachsene enthält, wie sie mit ihren Kindern über den Nationalsozialismus sprechen können.
Begleitend erschien mein Aufsatz über das Projekt in der Zeitschrift „Einsicht” (Ausgabe 22), dem Bulletin des Fritz Bauer Instituts. Dieser richtet sich an Menschen ohne Archiverfahrung und gibt Anregungen für die Recherche und den Umgang mit Zeitzeugenberichten ehemaliger Frankfurter Schülerinnen und Schüler.