Wir sind Jetzt. Jüdisches Frankfurt von der Aufklärung bis zur Gegenwart
Das Jüdische Museum Frankfurt präsentiert Alltagsgegenstände, Gemälde, Fotos, Bücher und Briefe der Vorfahren und der Familie von Anne Frank als Teil der neuen Dauerausstellung.
Das Jüdische Museum Frankfurt am Main präsentiert Alltagsgegenstände, Gemälde, Fotos, Bücher und Briefe der Vorfahren und der Familie von Anne Frank als Teil der neuen Dauerausstellung. Besuchende erhalten Einblick in Alltag, Werte und Ideale einer bedeutenden Familie, deren Wurzeln in Frankfurt am Main und Landau in der Pfalz liegen. Die neue Dauerausstellung wurde am 21. Oktober 2020 eröffnet.
Ich forschte zu Alltagsgegenständen des 19. und 20. Jahrhunderts (Kinderspielzeug, Porzellan, Silber, Tischwäsche, Modeaccessoires und Bücher) und arbeitete an den Ausstellungstexten sowie am Katalogtext mit. Zudem recherchierte ich nach Inhalten für die Medienstationen.
Otto Frank
Ein Themenschwerpunkt der Ausstellung ist Otto Frank, der das Tagebuch seiner Tochter Anne Frank herausgab. Die Ausstellungsvitrine informiert über seine Arbeit als Herausgeber, gibt aber auch Einblick in seine Erfahrungen von Deportation und Haft im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, wo seine Frau Edith Frank-Holländer starb. Als der Zweite Weltkrieg endete, kehrte er nach Amsterdam zurück und suchte nach seinen Töchtern Anne und Margot Frank. Seine Suchanzeige in der niederländischen Zeitschrift »Het Vrije Volk« ist in der Ausstellung zu sehen. Im Gedenken an ihre ermordete Nichte Margot Frank pflanzte seine Schwester Leni Elias einen Baum in Israel.
Diese und weitere Geschichten können Besuchende am interaktiven Medientisch erkunden, an dem sie kurze animierte und illustrierte Geschichten zur Familiengeschichte aufrufen können.